Ludwig Feuerbach
Gesammelte Werke, Band 15, 16 und 22

Herausgeber: Werner Schuffenhauer †



Zur Vorgeschichte

Im Jahr 2004 fand in Berlin zum 200. Geburtstag Ludwig Feuerbachs eine große Veranstaltung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) statt, über die wir auf dieser Webseite ausführlich berichten (siehe diesen Link und diesen weiteren), bei welcher u.a. der letzte vom Akademie-Verlag verantwortete Band 21 der von Werner Schuffenhauer herausgegebenen Gesammelten Werke Ludwig Feuerbachs vorgestellt wurde.
Bald darauf wurde bekannt, dass nach einer "Evaluierung" von BBAW und Akademie-Verlag keine weiteren Mittel mehr für die bisherige Arbeitsstelle der Mitarbeiter an der LF-Ausgabe bereitgestellt würden, obwohl die Bände 15, 16 und 22 noch ausstanden.
Im Verein mit Werner Schuffenhauer, Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzender bis zu seinem Tod, bemühte sich der Vorstand der LFG darum, die Fertigstellung dieser letzten drei Bände dennoch sicherzustellen und rief dazu erfolgreich zu Spenden auf. Näheres dazu geht aus diesem Interview der Nürnberger Nachrichten mit Werner Schuffenhauer im Februar 2006 und diesem weiteren Link zur Spendenübergabe an Werner Schuffenhauer hervor. Die dadurch ermöglichten Eigenmittel von 21.000 EUR machten es möglich, dass das Land Berlin und die Bundesanstalt für Arbeit die Fertigstellung dieser drei Bände mit erheblichen öffentlichen Mitteln (ca. 250.000 EUR) unterstützte. Weiterhin stellte die BBAW dafür sowohl das notwendige Datenmaterial als auch das technische Equipment zur Verfügung.
Die bis ins Jahr 2007 erarbeiteten Vorlagen für den Druck der drei Bände erfüllten nach einen Gutachten der BBAW das notwendige "Imprimatur" nicht (insbes. im Hinblick auf Band 22 wohl zu Recht), die bis dahin erarbeiteten Materialien wurden jedoch als "sehr wertvoll" bezeichnet. Die von Werner Schuffenhauer zugesagte Überarbeitung dieser Vorlagen kam aus gesundheitlichen Gründen dann leider nicht mehr zustande, die dazu erarbeiteten Dateien wurden auch der LFG zur Verfügung gestellt.

Zu dieser Internetpublikation

Vorstand und Mitglieder der LFG bemühten sich noch zu Lebzeiten von Werner Schuffenhauer bis zu seinem Tod im Februar 2012, aber auch darüberhinaus, eine Fertigstellung der fehlenden "drei blauen Bände" zu ermöglichen, scheiterten aber daran, dass sowohl die entsprechende Expertise als auch die notwendigen finanziellen Mittel dies nicht zuließen.
Daher soll mit dieser Internetpublikation der Versuch unternommen werden, diese Materialien sowohl der Ludwig-Feuerbach-Forschung zur Verfügung zu stellen wie auch damit diese jedenfalls soweit zu erhalten, dass sich dieses Desiderat der Fertigstellung und eines künftigen Druckes in Buchform vielleicht ja doch noch in der Zukunft verwirklichen lässt.
Die Urheberrechtsinhaber BBAW (Dr. Johannes Thomassen), der Verlag de Gruyter (Dr. Gertrud Grünkorn, nach Übernahme des Akadmie-Verlags) und Frau Schuffenhauer als Erbin von Werner Schuffenhauer haben einer solchen Internet-Publikation der 3 GW-Bände 15, 16 und 22 in der zuletzt von Prof. Schuffenhauer erarbeiteten Form zugestimmt.
Der Vorstand und der Beirat der LFG bedanken sich in erster Linie bei der BBAW, von welcher umfangreiches Material für diese Bände zur Verfügung gestellt wurde, wie auch beim Verlag de Gruyter sowie bei Frau Inge Schuffenhauer ausdrücklich für die Genehmigung und Ermöglichung dieser Internetpublikation.
Sowohl in den Bänden 15 und 16 wie insbes. im Hinblick auf Bd. 22 waren noch diverse und aufwendige Vorarbeiten notwendig, die von Helmut Walther (LFG) durchgeführt wurden. Näheres dazu wurde bei den Seminaren der LFG berichtet und ist (vor allem zu GW Band 22) in Band 3 der Schriftenreihe der LFG (= Aufklärung und Kritik 2/2012), S. 61 ff. nachzulesen:

"Die beiden ... Bände 15 und 16 der GW liegen zumindest als Gesamtdateien vor; Band 15 bringt auf knapp 400 Seiten „Vorlesungen über die neuere Geschichte der Philosophie“ von 1835/36 (u.a. über Böhme, Bruno, Descartes, Spinoza, Leibniz, Kant, Fichte, Schelling, Hegel) sowie einige vor allem frühe Materialien. Band 16 (576 Seiten) nennt als Inhalt „Studien, Kritiken und Aphorismen“ und enthält diverse Entwürfe zu Einleitungen verschiedener Werke, eine Skizze zur 'Leidensgeschichte der Bruckberger Porzellanfabrik', Entwurfsfragmente zu 'Über Spiritualismus und Materialismus', 'Zinsendorf und die Herrenhuter', sowie – sicherlich besonders interessant – auf ca. 140 Seiten über 400 nachgelassene Aphorismen.
Für diesen Vortrag zu Band 22 der GW habe ich mich mit Genehmigung von Werner Schuffenhauer auf die von ihm zur Verfügung gestellten digitalen Dateien beschränkt, die zum Teil leider noch unvollständig sind.
Schauen wir kurz in das Inhaltsverzeichnis des 22. Bandes:
Unter I.1 finden wir dort alle erhaltenen Briefe, die in den Jahren 1869-1872 von und an Ludwig Feuerbach geschrieben wurden.
Abschnitt I.2 bringt sämtliche Briefe von und an Bertha und Leonore Feuerbach in chronologischer Reihenfolge von 1844-1920, soweit diese erhalten sind; Hauptadressaten sind Emma Herwegh, die Frau des Dichters Georg Herwegh, Konrad Deubler, Wilhelm Bolin sowie später auch Friedrich Jodl – beide veranstalteten um die Jahrhundertwende eine neue Werkausgabe Feuerbachs in 10 Bänden.
Unter I.3 bringt Band 22 den Briefwechsel von Verwandten und nahestehender Zeitgenossen in chronologischer Reihenfolge von 1841-1923 mit Bezug auf Ludwig Feuerbach, darunter vor allem die Briefe von Henriette Feuerbach, der zweiten Ehefrau Joseph Anselm Feuerbachs (älterer Bruder Ludwigs) und Stiefmutter des Malers Anselm Feuerbach; sodann die Briefe Julie Feuerbachs an Bolin. Weitere hier aufgeführte Briefsteller sind u.a. Johanna Kapp sowie verschiedene Mitglieder der befreundeten Familie Kapp, und auch Gottfried Keller.
Abschnitt II des Bandes soll einige zu Lebzeiten Feuerbachs nicht publizierte Studien und Aufsätze bringen, darunter vor allem auch die 'Gedanken und Tatsachen' des Bruders Friedrich Feuerbach von 1862, vorgestellt von Ludwig Feuerbach (veröffentlicht von Werner Schuffenhauer in A&K Sonderheft 3/1999 Schwerpunkt Ludwig Feuerbach, S. 99-109 sowie im Internet).
Soweit ein kurzer Überblick über den Stand der letzten drei Bände der GW."

Die Materialien zu Band 15, 16 und 22 im Einzelnen:

Für Band 15 und 16 gilt, dass je eine Gesamttextdatei vorliegt; die zugehörigen Namens-, Sach- und Literaturverzeichisse sind nicht integriert und enthalten keine Seitenzahlen.
Für den Briefe-Band 22 existiert keine Gesamtdatei, diese musste erst hier zusammengestellt werden, wobei sich herausstellte, dass einige als vorhanden aufgeführte Briefe fehlen. Im Folgenden werden die jeweils vorhandenen bzw. neu erstellten Dateien für die einzelnen Bände aufgeführt und können im PDF-Format eingesehen werden. Für eine hoffentlich möglich werdende Bearbeitung für den Druck füge ich meinerseits jene Arbeitsberichte ein, die darüber Auskunft geben sollen, was am letzten Stand der Schuffenhauer-Dateien hier verändert wurde.
In den Textdateien Band 15 und 16 sind wenige gelbe Markierungen vorhanden, die offenbar auf Fragen von der letzten Bearbeitung 2007 zurückgehen und von hier aus nicht aufgelöst werden konnten.
Die bisher erarbeiteten Gesamtverzeichnisse beziehen sich auf alle Bände der GW, jedoch ohne die Bände 15, 16 und 22 (diese liegen einzeln vor, jedoch ohne Seitenangaben). Zum Auffinden von Fundstellen wertvoll sind sicherlich das Gesamtnamens- und das Korrespondenzverzeichnis.

Band 15 (Vorlesungen)

Textbestand
Namensverzeichnis
Sachverzeichnis
Literaturverzeichnis
Arbeitsbericht (HW)

Band 16 (Studien, Kritiken, Aphorismen)

Textbestand
Vorbemerkung
Namensverzeichnis
Sachverzeichnis
Literaturverzeichnis
Arbeitsbericht (HW)

Band 22 (Letzter Briefband)

Textbestand mit Literatur-, Namens- und Gesamtkorrespondenzverzeichnis (Zusammenstellung HW)
Arbeitsbericht (HW)

Gesamtverzeichnisse ohne Band 15, 16, 22

Gesamtinhaltsverzeichnis (von Band 1-21 geordnet)
Gesamtnamensverzeichnis (alphabetisch mit Band- und Seitenverweis)
Gesamtkorrespondenzverzeichnis (alphabetisch sortiert nach Adressaten/Empfängern und Datum)


Copyright:
Die Texte und deren Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist unzulässig. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen sowie die Verarbeitung in elektronischen Systemen.



Erstelldatum dieser Seite: 10.09.2020 - letzte Aktualisierung: 15.09.2020. Autor: Helmut Walther (Nürnberg)
Zurück zur Startseite